Schauspieler Sascha Hehn ist nicht zufrieden mit der ARD-Produktion «Das Musikhotel am Wolfgangsee», in der er selbst mitwirkt. Zunächst habe er gedacht, «das ist doch mal ein tolles Format», sagte Hehn dem Nachrichtenmagazin «Focus» laut Vorabmeldung. Als er aber den fertigen Film auf DVD gesehen habe, habe er zunächst geglaubt, «die Tür geht auf und Frank Elstner tritt herein. Aber das war nicht "Verstehen Sie Spaß?", das ist bitterer Ernst», wurde Hehn weiter zitiert. Der Film sei billig produziert, klagte er.
«Wer Geld hat, mich zu bezahlen - und ich bin nicht der Billigste -, muss auch Geld haben, dem Produkt eine Chance zu geben. Ich erwarte da einen professionellen Regisseur, professionellen Ton. Ich mache doch kein Hartz-IV-Programm für den Fernsehnachmittag», sagte der Schauspieler dem Blatt zufolge.
Hehn kritisierte weiter, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen im Jahr zwar 7,3 Milliarden Euro an Gebühren einnehme, aber nur einen Bruchteil für Produktionen ausgebe. «In diesem Apparat herrscht ein Beamtenstatus», klagte der Schauspieler.
Ausstrahlung soll am 18. Oktober sein. Mit der Sendung soll das Genre des Musikfilms neu belebt werden. Neben Hehn wirken weitere Stars mit - unter anderem Patrick Lindner, Marc Pircher, Francine Jordi, Claudia Jung, Mike Krüger und Karl Moik.
Für den Fall, dass der Sender den Film vorher noch nachbessern wolle, versicherte Hehn laut «Focus»: «Ich stelle mich kostenlos zur Verfügung. Wenn das aber mein Abschied vom Fernsehen gewesen sein sollte: Ich mähe lieber für 15 Euro irgendwem den Rasen, bevor ich mich in meinem Beruf lächerlich mache.»
