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07. September 2008
(Update) - Wenig Begeisterung bei Wahl in Hongkong


Hongkong - Bei der Parlamentswahl in Hongkong hat sich am Sonntag eine geringere Beteiligung abgezeichnet als vor vier Jahren. Zum vierten Mal seit dem Ende der britischen Kolonialherrschaft vor elf Jahren bestimmten die Bürger der Wirtschaftsmetropole ihre Vertreter.

Zur Wahl standen 30 Mandate in der Gesetzgebenden Versammlung der chinesischen Sonderverwaltungszone. Weitere 30 Sitze werden von Interessengruppen bestimmt, die sich zumeist für Kandidaten entscheiden, die die Zentralregierung in Peking unterstützen. Wahlberechtigt waren rund 3,4 Millionen Einwohner.

Im Mittelpunkt des Wahlkampfs standen diesmal nicht die Reformen für mehr Demokratie, sondern wirtschaftliche Sorgen wie Lohnentwicklung und Inflation. Die demokratischen Parteien erwarten, dass sie bis zu fünf ihrer bislang 26 Sitze verlieren könnten. Wenn es mehr sind, verlieren sie ihr Vetorecht im Parlament.

Die einstige britische Kronkolonie gehört seit 1997 als Sonderverwaltungszone zu China. Nach jahrelanger Kontroverse über die politische Verfassung des Territoriums wurde im vergangenen Jahr vereinbart, dass ab 2020 alle Abgeordneten frei gewählt werden sollen. Bereits ab 2017 soll der Verwaltungschef für Hongkong nicht mehr von der Regierung in Peking ernannt, sondern ebenfalls gewählt werden.

Verwaltungschef Donald Tsang sagte, Hongkong gehe in eine schwierige Zeit. Angesichts der globalen Finanzkrise komme der Arbeit des neuen Parlaments eine hohe Bedeutung zu.








 
 



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