Tonnenschwere Felsbrocken sind auf eine Elendssiedlung bei Kairo gestürzt. Dabei kamen mindestens 31 Bewohner ums Leben. 46 Menschen wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht, wie die Behörden am Sonntag mitteilten.
Die Felsen mit einem Gewicht von 60 bis 70 Tonnen lösten sich am Samstag von den Mukattam-Klippen oberhalb der Siedlung Manschijet Nasr. Die Bewohner wurden am frühen Morgen zumeist noch im Schlaf von dem Felssturz überrascht. Es dauerte lange, bis die Rettungskräfte eintrafen, so dass die Menschen zunächst mit bloßen Händen nach möglichen Opfern suchten. Rund 50 Behausungen wurden zerstört.
Als Ursache des Unglücks wurde die Erosion des Gesteins durch Abwässer genannt. Elendssiedlungen wie Manschijet Nasr werden in Ägypten häufig von Wanderarbeitern errichtet, die in der 17-Millionen-Metropole Kairo eine Beschäftigung suchen.
