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07. August 2008
Letzter Bergsteiger nach Tragödie am K2 in Sicherheit


Islamabad - Nach dem tödlichen Lawinenunglück am K2 ist der letzte überlebende Bergsteiger der Gruppe in Sicherheit. Der Italiener Marco Confortola stieg am Dienstag aus eigener Kraft ins Basislager auf rund 5.000 Metern Höhe hinab. «Er ist außer Gefahr», sagte Shaukat Zaman vom pakistanischen Tourismusministerium. Sobald sich das Wetter gebessert habe, könne Confortola mit dem Hubschrauber geborgen werden.

Der Italiener hatte am Freitag den zweithöchsten Gipfel der Erde erreicht, ehe dort eine Lawine herunterging. Dabei kamen vermutlich elf von 30 Bergsteigern ums Leben. Zwei Niederländer konnten am Montag gerettet werden. Confortala erreichte am Montag mit Hilfe von zwei nepalesischen Scherpas und eines amerikanischen Bergsteigers zunächst das in 5.900 Metern Höhe gelegene Lager 1 und setzte dann am Dienstag den Abstieg fort.

«Ich bin glücklich, am Leben zu sein», sagte Confortala telefonisch dem Team Everest-K2-CNR. Er wolle jetzt als erstes seine Schuhe ausziehen, weil seine Füße schmerzten. «Wir geben nicht auf, wir schauen nach vorn», sagte der Bergsteiger. Die Sprecherin der Expedition, Francesca Steffanoni, erklärte, Confortala sei von einem Arzt untersucht worden und abgesehen von erfrorenen Zehen in guter Verfassung.

Der 8.610 Meter hohe K2 befindet sich an der Nordgrenze Pakistans zu China. Einer der niederländischen Bergsteiger, Wilco Van Rooijen, machte Fehler bei der Vorbereitung auf den letzten Anstieg für das Unglück mitverantwortlich. So hätten die vordersten Bergsteiger Seile an falschen Stellen befestigt, was eine stundenlange Verzögerung zur Folge gehabt habe.

Unter den elf vermutlich tödlich verunglückten Bergsteigern ist Gerard McDonnell, der als erster Ire den K2 bestieg. Sein Freund Pat Falvey sagte, es sei zu gefährlich, die Bergung der in 8.000 Meter Höhe verschütteten Männer in Angriff zu nehmen.






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