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07. August 2008
Sicherheitsvorkehrungen nach Anschlag in Xinjiang verstärkt


Kashi - Nach dem Anschlag mit 16 Toten in der Provinz Xinjiang haben die chinesischen Behörden kurz vor den Olympischen Spielen die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal verstärkt. In der Provinzhauptstadt Urumtschi wurden die Einwohner von Sicherheitskräften kontrolliert, an mehreren Straßen wurden der Nachrichtenagentur Xinhua zufolge am Dienstag weitere Polizisten stationiert. Die Olympische Fackel traf nach einer von Protesten begleiteten Reise in Peking ein, wo am Freitag das Olympische Feuer entzündet wird.

Auch die vorletzte Station der mehr als vier Monate und 137.000 Kilometer umfassenden Reise der Flamme war vom Tibet-Konflikt beeinflusst: Die Strecke in Chengdu in der Provinz Sichuan wurde verlegt, um ein historisches Viertel der Stadt zu meiden, in dem es im März zu Protesten von Tibetern gekommen war. Stattdessen wurde die Flamme unter strenger Polizeibewachung durch ein Industrieviertel geführt. Die Behörden begründeten die Verlegung mit dem überlasteten Straßenverkehr im Stadtzentrum.

Die Station in Chengdu war ursprünglich bereits für Mitte Juni vorgesehen gewesen. Als Referenz an die mehr als 69.000 Todesopfer bei dem Erdbeben im Mai wurde die Stadt nun aber zur vorletzten Station gesetzt. Die Zeremonie begann mit einer Schweigeminute. Auch am Dienstag wurde Sichuan wieder von einem heftigen Erdstoß der Stärke 6,0 erschüttert.

Japanische Journalisten von Polizei festgenommen

Bei der Berichterstattung über den Anschlag in Xinjiang am Montag wurden zwei japanische Journalisten vorübergehend festgenommen. Er sei mehrfach ins Gesicht geschlagen worden, sagte der Reporter Shinji Katsuta am Dienstag in einem vom Fernsehsender Nippon Television ausgestrahlten Telefoninterview. Der Fotograf Shinzou Kawakita wurde nach Angaben der Zeitung «Tokyo Shimbun» ebenfalls grob behandelt. Die chinesischen Behörden entschuldigten sich nach dem Zwischenfall, an dem mehrere weitere ausländische Journalisten beteiligt waren. Die Regierung in Tokio kündigte einen Protest in Peking an.

In Xinjiang wurden nach Behördenangaben seit Jahresbeginn mehr als 80 Verdächtige festgenommen, die Anschläge während der Wettbewerbe geplant haben sollen. Vor Beginn der Spiele wurden in ganz China die Sicherheitskräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzt, um Proteste und Störungen zu verhindern.

Luftverschmutzung laut IOC kein großes Problem

Die Luftverschmutzung in Peking stellt nach Einschätzung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) kein großes Risiko für Sportler und Besucher dar. Bei vielen Werten erfülle die Luft in der chinesischen Hauptstadt die strengen Anforderungen der Weltgesundheitsorganisation, sagte der IOC-Medizinexperte Arne Ljungqvist. Er sei zuversichtlich, dass es keine größeren Probleme geben werde. Die Verschmutzung ist eine der größten Herausforderungen für die Organisatoren der Olympischen Spiele.






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