Uran ist ein natürlich vorkommendes, giftiges und radioaktives Schwermetall. Es besteht zu rund 99,3 Prozent aus dem nicht direkt spaltbaren Isotop U-238 und zu etwa 0,3 Prozent aus der spaltbaren Sorte U-235, die zur Energieerzeugung in Atomkraftwerken verwendet wird. Bei der Diskussion um Uran im Trinkwasser geht es aber nicht um die Radioaktivität, sondern um die chemisch-giftige Wirkung des Urans bei dauerhafter Einnahme.
Im Trinkwasser kommt Uran überall dort vor, wo es Granitgestein gibt, also beispielsweise in den Alpen, im bayerischen Wald, im Schwarzwald, im Erzgebirge und im Harz. Laut Umweltbundesamt (UBA) kann Uran zu Nierenschäden führen, wenn man dauerhaft mehr als zehn Mikrogramm pro Liter zu sich nimmt. Bei zehn Mikrogramm liegt auch der UBA-Richtwert. Einen rechtlich bindenden Grenzwert gibt es bisher nicht, im Bundesumweltministerium wird aber darüber diskutiert.
Laut der Organisation Foodwatch liegen in Deutschland viele Werte im kritischen Bereich. Im unterfränkischen Ort Maroldsweisach (Landkreis Haßberge) registrierte das Gesundheitsamt demnach einen Wert von 39,9 Mikrogramm Uran pro Liter Trinkwasser. In Lobenrot im Landkreis Esslingen habe die Belastung bei 33 Mikrogramm gelegen. Nach Auskunft des Umweltbundesamtes wäre es technisch kein Problem, das Uran bei der Trinkwasseraufbereitung aus dem Wasser zu filtern.
