Ein vor zwei Wochen in Afghanistan entführter Deutscher ist wieder frei. Der Mann mit deutscher und afghanischer Staatsbürgerschaft sei am Donnerstag aus einem Haus in der Provinz Parwan befreit worden, sagte der stellvertretende Geheimdienstchef Abdullah Laghmani am Donnerstag. Drei Entführer seien festgenommen worden.
Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte, dass der Doppelstaatler wieder frei ist und sich in der Obhut der afghanischen Behörden befindet. «Botschaftsvertreter hatten bereits ersten Kontakt mit ihm», sagte Sprecher Jens Plötner. «Es geht ihm dem Umständen entsprechend gut.» Das Auswärtige Amt dankte der Regierung und den Sicherheitskräften in Afghanistan für «ihre umsichtige und erfolgreiche Arbeit».
Der Deutsch-Afghane war bei einer Razzia vor Sonnenaufgang in einem Ort im Distrikt Bagram rund 60 Kilometer nordwestlich von Kabul entdeckt worden. Er lebt und arbeitet in Afghanistan und betreibt in der Hauptstadt ein beliebtes Hochzeitslokal.
«Spiegel online» berichtet, der 33 Jahre alte Afghane mit einem deutschen Pass stamme aus Hamburg und sei vor einigen Monaten nach Kabul zu seiner Familie gezogen. Die Entführer hätten von seiner Familie Lösegeld gefordert. Daraufhin habe diese die deutsche Botschaft eingeschaltet.
