Seoul - Booger ist wieder da. Die Amerikanerin Bernann McKinney hat fünf Welpen bekommen, die aus dem Erbgut ihres verstorbenen Pitbulls geklont wurden. Da sie die erste Kundin der südkoreanischen Firma RNL Bio ist, bekam sie die Tiere zum Preis von 50.000 Dollar (32.000 Euro). Danach berechnet das Unternehmen das Klonen eines Hundes mit 150.000 Dollar (96.000 Euro). Die Klon-Hunde kamen in der vergangenen Woche zur Welt.
«Es ist ein Wunder!» rief McKinney immer wieder, als sie die Klone von Booger in einem Labor der Universität von Seoul zum ersten Mal sah. «Ja, ich kenne Euch! Ihr kennt mich auch», sagte McKinney und herzte die Welpen, die bei einer ihrer beiden Leih-Hundemütter schliefen.
Das Team der für RNL Bio arbeitenden Wissenschaftler wird von Lee Byeong Chun geleitet, einem früheren Kollegen des Forschers Hwang Woo Suk, der wegen gefälschter Forschungsergebnisse in Misskredit geraten ist. Das Klonen von Hunden wurde aber 2005 auch von unabhängiger Seite bestätigt. Lees Team hat seitdem rund 20 Hunde geklont. RNL Bio erklärte, das sei jetzt aber das erste Mal gewesen, dass ein Hund kommerziell geklont worden sei. «Booger war unser erster erfolgreicher Klon», erklärte das Unternehmen.
McKinney nahm mit Lee Kontakt auf, nachdem Booger im April 2006 an Krebs gestorben war. Die südkoreanischen Forscher brachten im März gefrorene Zellen des Hundes nach Seoul. Der Chef von RNL Bio, Ra Jeong Chan, erklärte, seine Firma wolle rund 300 Hunde im Jahr klonen, für Kunden im Nahen Osten könnten vielleicht auch Kamele geklont werden.