Ihr Standort: Home -> News
  


07. August 2008
Gewerkschaftsnahes Institut hält Rezession für möglich


Frankfurt - Das gewerkschaftsnahe Wirtschaftsforschungsinstitut IMK hält eine Rezession in Deutschland noch in diesem Jahr für möglich. Die Wahrscheinlichkeit liege bei 50 Prozent, sagte der Konjunkturexperte des Instituts, Peter Hohlfeld. Der DIHK erwartet nach Aussage seines Hauptgeschäftsführers Martin Wansleben dagegen keinen Abschwung, auch wenn die Wirtschaftszahlen schwächer würden. Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise meinte, am wahrscheinlichsten sei eine «schwarze Null» im zweiten Halbjahr.

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung des DGB habe zuletzt für das dritte und das vierte Quartal 2008 noch ein schwaches Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent prognostiziert, sagte Hohlfeld nach Angaben der «Berliner Zeitung». Die Indikatoren hätten sich aber inzwischen verschlechtert. Industrieproduktion und Geschäftserwartung seien zurückgegangen. «Es kann leicht sein, dass das schwache Wachstum ins Minus dreht», zitierte die Zeitung den Wirtschaftsforscher.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht die Lage zuversichtlicher. Geschäftsführer Wansleben sagte nach Angaben der in Hannover erscheinenden «Neuen Presse», nach fast drei Jahren mit soliden Wachstum und mehr als 1,5 Millionen zusätzlichen Arbeitsplätzen rechne er für die zweite Jahreshälfte und den Jahreseinstieg 2009 zwar mit deutlich schwächeren Zahlen, «aber nicht mit einem Abschwung».

Die Unternehmen blicken «immer noch zuversichtlich auf die kommenden Monate», meinte Wansleben. Eine Entlassungswelle in den nächsten Monaten ist nach seinen Worten nicht in Sicht. «Viele Unternehmen stellen derzeit Personal ein und suchen teilweise händeringend Fachkräfte», sagte er. Allerdings dürfte der Jobaufbau dann allmählich auslaufen.

Krisenrufe als übertrieben bezeichnet

Im Deutschlandfunk sagte Wansleben, er halte es für übertrieben, «jetzt schon von vornherein die Krise auszurufen». Er warnte aber vor hohen Tarifforderungen und forderte politische Schritte wie die Senkung der Sozialbeiträge, eine Steuerreform sowie einen Stopp des Gesundheitsfonds, da dieser zu höheren Krankenkassenbeiträgen führen würde. Ferner befürwortete er ein Festhalten an der Atomenergie.

Allianz-Chefvolkswirt Heise sagte der «Berliner Zeitung»: «Am wahrscheinlichsten ist nicht die Rezession, sondern eine Stagnation im zweiten Halbjahr.» Eine Steuersenkung für Bezieher niedriger Einkommen könnte nach seiner Einschätzung der lahmenden Konjunktur aufhelfen. «Gerade die unteren Einkommensschichten sind konsumstark, geben also von ihrem Einkommen einen großen Teil gleich wieder aus», gab Heise zu bedenken. «Gibt man ihnen mehr Geld, springt auch die Binnenkonjunktur an.»






Anzeige:


 
 



* kostenlos, 2x täglich
 

Google

Mento Invites

Wie damals bei Goebbels

Stoppt Rot-Grün-Rot

warum so?

Frechheit

Salmonellosen durch Fäkalien im Trinkwasser

GPS Informationen sind viel mächtiger ...

Jugendfreundin?

Trinkwasser: Info auch zu Fäkalien erforderlich

a200


- Anzeige -

 


- Anzeige -

 

Copyright by net-tribune | Impressum | Optimiert für 1024 x 768 pxl Top