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07. August 2008
Greenspan schließt weitere Bank-Krisen nicht aus


Frankfurt - Angesichts der schweren Finanzmarktkrise sind weitere Bankenzusammenbrüche nach Einschätzung des früheren US-Notenbank-Chefs Alan Greenspan nicht auszuschließen. «Es kann sein, dass eine Reihe von Banken und anderen Finanzinstitutionen am Rande der Zahlungsunfähigkeit von den Regierungen gerettet werden», schrieb Greenspan in einem Kommentar in der «Financial Times Deutschland». Die aktuelle Krise sei ein Ereignis, wie es ein- oder zweimal pro Jahrhundert auftauche und anders als wirtschaftliche Schwächephasen der jüngsten Vergangenheit.

Greenspan wies aber auch darauf hin, dass sich die Unternehmen außerhalb des Finanzsektors bisher überraschend gut gehalten hätten. «Sie haben einen Strom von Gewinnen geliefert, der half, den angespannten Aktienmarkt zu stützen», schrieb Greenspan. Zwar seien die Aktienkurse von ihrem Höchststand im Oktober 2007 um ein Fünftel gefallen. Sie bewegten sich aber immer noch auf einem Niveau wie zuletzt 2006.

Zugleich warnte der frühere US-Notenbank-Chef vor einer Einschränkung des freien Wettbewerbs. «Die Gefahr besteht darin, dass einige Regierungen, frustriert und bedrängt von inflationären Kräften versuchen, ihren Zugriff auf die Wirtschaft zurückzuerlangen.» Breite sich diese Tendenz aus, könnte die Globalisierung zurückgedrängt werden - mit einem horrenden Preis, warnte Greenspan.






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