Der Hauptgeschäftsführer des DIHK, Martin Wansleben, glaubt trotz Warnungen von Experten nicht an einen Abschwung. «Nach fast drei Jahren mit soliden Wachstum und mehr als 1,5 Millionen zusätzlichen Arbeitsplätzen kühlt sich das Wirtschaftswachstum derzeit ab», sagte Wansleben der in Hannover erscheinenden «Neuen Presse» zufolge. Für die zweite Jahreshälfte und den Jahreseinstieg 2009 rechne er mit deutlich schwächeren Zahlen, «aber nicht mit einem Abschwung».
Die Unternehmen blicken laut Wansleben «immer noch zuversichtlich auf die kommenden Monate». Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) geht nicht von einer Entlassungswelle in den nächsten Monaten aus: «Viele Unternehmen stellen derzeit Personal ein und suchen teilweise händeringend Fachkräfte.»
Allerdings dürfte der Jobaufbau dann allmählich auslaufen, sagte er. «Das bedeutet aber nicht, dass uns gleich Entlassungen im großen Stil ins Haus stünden», wird er zitiert.
Wansleben erklärte zudem, dass eine Senkung der Steuern und Abgabenlast unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Lage «dringend geboten» sei. «Die vollen staatlichen Kassen erlauben eine spürbare Entlastung bei der Einkommensteuer, aber auch bei der Arbeitslosenversicherung», sagte er.
