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07. August 2008
Antarktis einst Lebensraum für Moose und Insekten


Washington - In heute lebensfeindlichen und unfruchtbaren Tälern der Antarktis hat vor 14 Millionen Jahren ein wärmeres und feuchteres Klima geherrscht. Der Lebensraum ähnelte den Tundren, wie wir sie heute aus Alaska, Kanada und Sibirien kennen, wie der US-Geowissenschaftler Adam Lewis am Dienstag im Fachblatt «Proceedings of the National Academy of Sciences» erklärte. Er fand Hinweise auf Moose und Insekten in dem Gebiet westlich der sogenannten Olympus Range.

An der Küste wurden bereits einige Moosarten und auch Insekten entdeckt; die von Lewis untersuchten Orte befanden sich aber tief im Inland. Entdeckt wurden auch Überbleibsel von Krustentieren, Mücken, Käfer sowie bestimmte Baum- und Blumenpollen.

Lewis betonte, die Forschung helfe dabei, das Klimasystem der Erde besser zu verstehen. Seit 50 Millionen Jahren kühle die Erde sich ab. «Dabei werden Schwellen überschritten. Als die Antarktis dauerhaft zufror und eingeschlossen wurde, war das so eine Schwelle», erklärte er. Heutzutage sei es angesichts der globalen Erwärmung wichtig, diese Schwellen zu kennen. «Wenn die Menschen unglücklicherweise das Klima über eine dieser Schwellen treiben, könnte das eine totale Katastrophe werden», sagte er.






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