Europäische Unternehmen können ab Dezember zusätzliche Verschmutzungsrechte für den Heimatmarkt bekommen, wenn sie anderswo in entsprechender Höhe Investititionen zur Reduzierung von Treibhausgasen getätigt haben. Das kündigte die EU-Kommission in Brüssel an.
Kraftwerksbetreiber oder Stahlproduzenten beispielsweise könnten damit in Entwicklungsländern in die Effizienzsteigerung bestehender Anlagen investieren und dafür von der EU belohnt werden. Ein Unternehmen, das dadurch mehr Verschmutzungsrechte erwirbt als benötigt, kann diese gewinnbringend in Europa verkaufen - ein finanzieller Anreiz, von dem sich die EU große Wirkung erhofft.
Die möglichen Projekte in ärmeren Ländern können dabei vom Pflanzen von Bäumen bis zum Bau umweltfreundlicherer Industrieanlagen reichen. Der Handel mit Verschmutzungsrechten steht im Zentrum der EU-Bemühungen, den Ausstoß von Kohlendioxid bis 2020 um ein Fünftel zu reduzieren.
