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07. August 2008
Vier deutsche Bergsteiger tödlich verunglückt


Frankfurt - Bei einer Serie von Bergunglücken sind vier deutsche Kletterer in den Tod gestürzt. Zwei 20-jährige Bergsteiger aus Hessen kamen in den Schweizer Alpen ums Leben, ein dritter stürzte auf italienischer Seite am Monte Rosa ab. Am Scharfenstein in Nordhessen kam ein 57-Jähriger bei einem 15-Meter-Sturz um.

Der Unfall der beiden jungen Hessen ereignete sich am Zinalrothorn in den Walliser Alpen, wie die Kantonspolizei mitteilte. Die beiden waren bereits am Sonntag auf den Gipfel gestiegen. Beim Abstieg stürzte einer und riss den zweiten 200 Meter in die Tiefe. «Warum sie gestürzt sind, wird man wohl nie herausfinden», sagte ein Sprecher der Kantonspolizei.

Italienische Bergsteiger hätten beim Abstieg einen leblosen Körper gesehen und daraufhin die Einsatzkräfte alarmiert. Die Retter fanden dann am Fuße des Berges auch den anderen Alpinisten. Am Dienstag seien die Toten von Familienangehörigen identifiziert worden.

An der Südseite des Monte Rosa in Italien stürzte eine Seilschaft von vier deutschen Bergsteigern in eine Schlucht, nachdem einer der Männer in 4.000 Metern Höhe ausgerutscht war. Ein Kletterer starb. Die drei anderen wurden mit ernsten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert, wie die Bergrettung im Aostatal erklärte.

Am Scharfstein in Nordhessen stürzte ein als erfahren geltender 57-jähriger Kletterer 15 Meter tief in den Tod, wie die Polizei in Homberg mitteilte. Den Angaben zufolge war der 57-Jährige als erster einer Gruppe von drei Kletterern in eine Felswand eingestiegen und knapp unterhalb des Gipfels abgestürzt.

Letzter Überlebender des K2-Unglücks gerettet

Nach fünf Tagen Überlebenskampf in der Eiswüste des Karakorum-Gebirges ist der italienischer Bergsteiger Marco Confortola gerettet worden. Ein Hubschrauber holte den 37-Jährigen am Mittwoch vom Basislager am K2 ab und brachte ihn in Sicherheit. Ebenfalls ausgeflogen wurden drei Mitglieder seines Teams und zwölf Bergsteiger aus Südkorea, wie ein pakistanischer Militärsprecher mitteilte.

Confortola war am Freitag zusammen mit 30 weiteren Bergsteigern beim Abstieg vom Gipfel in eine Lawine von Eisbrocken geraten. Elf Bergsteiger wurden in den Tod gerissen. Confortala erreichte am Montag das Basislager in 5.200 Metern Höhe. Nach einer medizinischen Untersuchung sagte er: Das einzige Problem ist, dass mir die Füße schmerzen. Ich habe sieben Tage auf diesem Berg verbracht. Das war hart, es war schrecklich.»

Nur ein Seil beim Aufstieg zum Nanga Parbat

Dem Mitte Juli am Nanga Parbat tödlich verunglückten italienischen Bergsteiger Karl Unterkircher wurde möglicherweise zum Verhängnis, dass sein Team nur ein Seil dabei hatte. «Hätten wir doch zwei Seile mitgenommen, dann wäre ich schneller bei ihm gewesen, dann hätte ich vielleicht noch was tun können», sagte Begleiter Simon Kehrer dem Magazin «Stern». Aus Gewichtsgründen hätten sie sich dagegen entschieden. Nach dem Sturz Unterkirchers in eine Gletscherspalte hätten sie so kostbare Zeit verloren.

Unter Führung des 37-jährigen Unterkircher hatten der 29-jährige Kehrer und der 36 Jahre alte Nones versucht, den mit 8.125 Metern neunthöchsten Berg der Erde auf einer schwierigen Route zu besteigen. Dabei war Unterkircher am 16. Juli auf 6.350 Metern Höhe in eine Gletscherspalte gestürzt, in der ihn seine beiden Kameraden nur noch tot auffinden konnten. Nach neun Tagen im Eis wurden Nones und Kehrer von einem Hubschrauber gerettet.






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