Der thüringische SPD-Vorsitzende Christoph Matschie hat seine Genossen zur Geschlossenheit im Kampf gegen die CDU-Alleinregierung im Freistaat eingeschworen. «Jetzt ist Zeit zu kämpfen. Wir bereiten uns auf die Regierungsverantwortung 2009 vor», sagte Matschie am Samstag auf dem SPD-Parteitag in Erfurt. «Wir haben es in der Hand, dass aus der Hoffnung vieler Menschen in Thüringen endlich auch eine neue Politik wird. Wir wollen und wir können dieses Land besser regieren» sagte Matschie.
Der Parteitag war vorgezogen worden, nachdem Matschie im Frühjahr bei der Urwahl zum Spitzenkandidaten klar gegen seinen innerparteilichen Konkurrenten Richard Dewes gewonnen hatte.
Nun müsse der Blick nach vorn gehen, sagte Matschie. Er lade diejenigen, die ihn nicht gewählt hätten, zum gemeinsamen Kämpfen für den Erfolg bei der Landtagswahl im nächsten Jahr ein. Es gehe darum, ein gutes Fundament für die Zukunft zu legen. Die jetzige Regierung unter Dieter Althaus sei am Ende. «Dieses Land ist führungslos. Die Macht liegt gewissermaßen auf der Straße, jetzt kommt es auf uns an», rief Matschie unter dem Beifall der Delegierten.
Konkret setzte er sich für gesetzliche Mindestlöhne, für die Einstellung von mehr Kindergärtnerinnen und für ein gemeinsames Lernen bis zur 8. Klasse ein. Kein Kind dürfe mehr ohne Abschluss die Schule verlassen, sagte Matschie, der sich auch klar gegen Studien- und Verwaltungsgebühren für Hochschulen in Thüringen aussprach.
