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07. Mai 2008
Informiertsein kann Geld sparen


Frankfurt - Auch bei der einfachsten Form der Baufinanzierung, dem Hypothekendarlehen, ist Kenntnis der wichtigsten Grundbegriffe von Bedeutung: Sie erlaubt eine bessere Einschätzung der tatsächlichen Belastung und kann unter Umständen auch viel Geld sparen, wie die ING-DiBa erläutert.

- Annuitätendarlehen: Beim klassischen Immobilienkredit wird als Zins- und Tilgungsbelastung ein Jahr für Jahr gleichbleibender Betrag ermittelt, die Annuität. Gezahlt wird allerdings meist in monatlichen Raten. Vor dem Vertragsabschluss sollte man immer einen Tilgungsplan anfordern, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich Zinsbelastung und Schuldenstand entwickeln.

- Anschlussfinanzierung: Die vereinbarten Zinskonditionen gelten jeweils nur für die Dauer der gewählten Zinsbindungsfrist von meist zehn Jahren. Bei der Anschlussfinanzierung sollten Bauherren nie blind das Angebot des bisherigen Finanzierers unterschreiben, sondern Vergleichsofferten einholen.

- Beleihung: Die in der Werbung herausgestellten günstigsten Zinsen gelten häufig nur für Beträge, die die Hälfte der Kauf- oder Baukosten nicht übersteigen. Die sogenannte Nachrangfinanzierung für darüber hinausgehende Beträge kann deutlich teurer sein. Bauherren sollten immer individuelle Zinsangebote für das konkrete Finanzierungsobjekt einholen. Nur so wird auch der teurere nachrangige Finanzierungsteil erfasst.

- Effektiver Jahreszins: Der gern in der Werbung herausgestellte niedrigere Nominalzins sagt nichts darüber aus, wie teuer ein Hypothekenangebot wirklich ist. Der ebenfalls angegebene effektive Jahreszins erfasst aber auch noch nicht alle Kostenfaktoren wie Bereitstellungs- oder Bauzeitzinsen und die Kosten für die Objektwertermittlung. Bauherren sollten immer alle Nebenkosten in den Effektivzins einrechnen lassen oder einen Anbieter suchen, der auf solche Nebenkosten verzichtet.

- Tilgungsoptionen: Neben der vertraglich vereinbarten Anfangstilgung offerieren viele Anbieter Zusatzoptionen zur Kreditrückzahlung. Die Möglichkeit von Sondertilgungen oder auch - wenn das Einkommen sinkt - eines niedrigeren Tilgungssatzes während der Zinsbindungsfrist ist aber meist nur gegen Zinsaufschlag haben.

- Zinsbindungsfrist: Neben den Standardfristen von fünf, zehn und 15 Jahren gibt es bei vielen Banken auch kürzere und längere Laufzeiten. Längere Zinsbindungsfristen müssen mit Zinsaufschlägen bezahlt werden. So kosten 15 Jahre derzeit im Schnitt etwas 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte mehr als Zehn-Jahres-Hypotheken. Wer knapp bei Kasse ist, sollte bei den derzeit noch immer günstigen Sätzen dennoch die längere Laufzeit wählen, da sonst bei einer Anschlussfinanzierung zu gestiegenen Marktzinsen das finanzielle Aus droht.







 
 



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