07. Mai 2008
Warnhinweise auf Spirituosen gefordert
Berlin - Der Deutsche Kinderschutzbund verlangt spezielle Warnhinweise auf Spirituosen, um den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen einzudämmen. Spirituosen müssten künftig genau wie Zigaretten mit speziellen Warnetiketten versehen werden, sagte der Präsident des Verbandes, Heinz Hilgers, der «Bild»-Zeitung. «Warnhinweise wie bei Zigaretten wären der richtige Schritt und eine zusätzliche Hilfe, die Jugend vor Alkoholmissbrauch zu schützen.»
Der Verbandschef reagierte mit seiner Forderung auf den jüngsten Drogenbericht der Bundesregierung: Demnach betrinken sich immer mehr Jugendliche bis zum Umfallen. Tranken die 12- bis 17-jährigen 2005 noch 34 Gramm reinen Alkohols pro Woche, so lag die Menge 2007 schon bei 50 Gramm. Im Jahr 2000 kamen 9.500 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 20 Jahren wegen Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus - 2006 waren es bereits 19.500.