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"Deutscher Sonderweg" bei den Unternehmenssteuern
06. Dezember 2004 - 14:35 Uhr

Bonn / Düsseldorf (www.ne-na.de) - Der Euro hat zu einem Höhenflug angesetzt, dem man ihm bei seiner Einführung nicht zugetraut hätte. Auch wenn die europäische Währung in Erwartung positiver Arbeitsmarktdaten aus den USA seine Rekordjagd kurzfristig unterbrochen hat, positioniert sie sich doch immer noch bei über 1,3 US-Dollar. Der hohe Euro-Stand ist nicht nur eine Herausforderung für die deutsche Export-Wirtschaft, sondern für die deutsche Wirtschaft insgesamt.

So schreibt Mario Ohoven, der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), in der aktuellen Ausgabe des Fachdienstes Erfolg der Düsseldorfer Unternehmensgruppe Investor und Treuhand, Deutschland müsse 2005 einen neuen Härtetest bestehen. Doch die Hauptherausforderungen für die heimischen Unternehmer sind nicht nur der schwache Dollar und der volatile Ölpreis. Auf der internationalen Ebene - so Ohoven - müsse die Bundesregierung alles tun, um vor allem China zumindest zu einer leichten Lockerung seiner strikten Währungsbindung an den Dollar zu bewegen.

Doch die Hausaufgaben sind im Inland zu erledigen. Andernfalls könnte die wirtschaftliche Entwicklung im kommenden Jahr auf Sinkflug gehen. Erfolg empfiehlt einen weiteren Abbau der Beschäftigungshürden in Deutschland. Bei der hohen steuerlichen Belastung der hiesigen Unternehmen gibt es immer noch einen deutschen Sonderweg. Der Sachverständigenrat mahnt in seinem jüngsten Gutachten erneut die im europäischen Vergleich zu massive steuerliche Belastung unserer Betriebe an.

Ohoven wörtlich: "Da rings um Deutschland die Unternehmenssteuern nicht nur weit niedriger sind, sondern - siehe Österreich - auch noch weiter sinken, ist hier eine Korrektur dringend angebracht." Ohne zusätzliche Reformschritte seitens der Bundesregierung könne der "Härtetest" für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2005 nicht gemeistert werden.



Dienstag, 02. Dez. 2008







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