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06. Oktober 2008
DGB-Chef lehnt Lohnzurückhaltung wegen Finanzkrise ab


Berlin - Gewerkschaftsvertreter halten die Forderungen der IG Metall nach acht Prozent mehr Lohn trotz der derzeitigen Finanzkrise für angemessen. «Wenn Milliardenbeträge für Banken vorhanden sind, dann ist auch Geld für die Arbeitnehmer da», sagte der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, der «Berliner Zeitung». Es müsse anerkannt werden, dass Arbeitnehmer auch in der Finanzkrise ihre Interessen wahren: «Forderungen an die Beschäftigten, den Gürtel enger zu schnallen, sind falsch.»

Die Forderung der IG Metall ist laut Sommer realistisch: «Außerhalb der Finanzmärkte ist die wirtschaftliche Lage nicht schlecht.» Die Metallindustrie in Deutschland gehöre zu den produktivsten Europas. Deshalb hätten die Beschäftigten Anspruch auf gerechten Lohn.

Nach Ansicht des Zweiten Vorsitzenden der IG Metall, Detlef Wetzel, findet die Krise bislang im Bankensystem und nicht in der Realwirtschaft statt. «Heute schon so zu tun, als würde alles zusammenbrechen, wäre fatal», sagte Wetzel der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» und fügte hinzu: «Wer jetzt auf die Idee kommt, dass die Arbeitnehmer für die Geldgier von Bankern geradestehen sollen, ist schief gewickelt.»








 
 



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