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06. Oktober 2008
Womöglich wieder weniger als drei Millionen Arbeitslose


Frankfurt - Erstmals seit 16 Jahren könnte die Zahl der Arbeitslosen in dieser Woche unter die Schallgrenze von drei Millionen sinken. Das geht aus einer Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) hervor, die für den gesamten Monat Oktober sogar einen Rückgang auf 2,87 Millionen für möglich hält, wie IZA-Sprecher Holger Hinte am Montag der Nachrichtenagentur AP sagte und damit einen Bericht der «Bild»-Zeitung bestätigte.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hatte schon vergangene Woche bei der Vorstellung der Arbeitslosenzahlen für September erklärt, bei unveränderten Rahmenbedingungen sei ein Unterschreiten der Drei-Millionen-Marke im Oktober möglich. Der offizielle «Zähltag» für diesen Monat ist der 14. Oktober, wie BA-Sprecherin Ilona Mirtschin der Nachrichtenagentur AP sagte. Ergebnisse teile die Bundesagentur aber wie üblich erst am Monatsende mit.

Für 2009 erwarteten die Nürnberger Fachleute bei einem Wachstum von 0,5 Prozent einen erneuten Rückgang der durchschnittlichen Arbeitslosigkeit auf rund 3,22 Millionen. Selbst wenn sich die Krise auf die Kapitalversorgung des Mittelstandes auswirken sollte, der die meisten Jobs geschaffen habe, sollte die Arbeitslosigkeit 2009 nicht «im großen Stil» zunehmen, wie BA-Chef Frank-Jürgen Weise betont hatte. Im September war sie mit 3,081 Millionen auf den niedrigsten Monatsstand sei 16 Jahren gesunken.

Brauksiepe zuversichtlich

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ralf Brauksiepe, sagte laut «Bild»-Zeitung: «Ich gehe davon aus, dass die Arbeitslosigkeit auch 2009 um mehrere hunderttausend im Jahresdurchschnitt zurückgehen kann.» In den vergangenen drei Jahren sei die Arbeitslosigkeit durchschnittlich um rund 500.000 pro Jahr gesunken. Er sei zuversichtlich, dass sich dieser Trend fortsetze, erklärte Brauksiepe: «Wir können stolz sein auf das, was am Arbeitsmarkt passiert ist.»

Als Gründe für den erwarteten Rückgang der Arbeitslosigkeit nennen die IZA-Experten unter anderem die Lohnzurückhaltung der Arbeitnehmer in den vergangenen Jahren sowie harte Sanierungsprogramme der Unternehmen. Die Studie wurde im Auftrag der Initiative Soziale Marktwirtschaft erstellt.








 
 



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