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06. Oktober 2008
Londoner Bezirk will Amtssprache volksnaher machen


London - Schluss mit dem Behördenjargon! Darauf hat sich der Stadtrat von Harrow im Nordwesten von London geeinigt. Demnach sollen «zivile Vollstreckungsoffiziere» wieder zu ganz normalen Verkehrspolizisten werden und «bürgerliche Nutzplätze» zu öffentlichen Müllhalden, wenn sie als solche ausgewiesen sind. Und der «öffentliche Bereich» wird wieder in ganz normale Parks, Straßen oder Bürgersteige aufgegliedert, wie die britische Nachrichtenagentur PA am Montag berichtete.

«Unsere Einwohner verlangen eine klare Sprache, und genau dem tragen wir Rechnung», erklärte der Stadtrat Paul Osborn. Demnach stehen insgesamt sieben bürokratische Begriffe ab sofort auf dem Index. Dazu gehört auch noch die Bezeichnung «Teilhabender» für den Bürger, was schon häufig zu Missverständnissen geführt hat. «Kontrollierte Parkzonen» werden wieder zu Parkverbotszonen beziehungsweise Anwohnerparkzonen und «multilaterale Ansätze» zu gemeinschaftlicher Arbeit.

Erstaunt und zugleich erfreut reagierten Beobachter darauf, dass die guten alten «Lollipop Ladies» zurückkommen, die zuletzt als «Schulwegpatrouillierende» bezeichnet wurden. Es handelt sich dabei um Lotsen für Schulkinder, deren riesiges rundes Stoppschild an einen großen Lutscher (Lollipop) erinnert. Die Wiederaufnahme dieses populären Begriffs zeugt zweifellos von Volksnähe.








 
 



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