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06. August 2008
Trend zu kleinen Autos setzt sich fort


Flensburg - Der durch steigende Spritpreise entfachte Trend zu kleineren Autos setzt sich fort. Wie das Kraftfahrtbundesamt am Montag in Flensburg mitteilte, erzielte bei den Neuzulassungen im Juli das Segment der Minis mit 17,4 Prozent den größten Zuwachs. Die obere Mittelklasse dagegen verlor 19,5 Prozent. Schlechte Zahlen kommen vom Autoexport: Die Ausfuhren der deutschen Hersteller seien im Juli um 6 Prozent auf 338.100 Fahrzeuge zurückgegangen, berichtete der Industrieverband VDA in Frankfurt am Main.

Insgesamt wuchs die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland den Angaben zufolge um 1,5 Prozent gegenüber dem Juli 2007 auf 262.534 Pkw. Der Anteil der Autos mit Benzinmotoren stieg um 15,5 Prozent auf nunmehr 56,9 Prozent. Der Anteil gasbetriebener Fahrzeuge an den Neuzulassungen ist nach den Angaben des Kraftfahrtbundesamtes mit knapp unter 1 Prozent zwar noch gering. Die Steigerung um 210,6 Prozent bei Flüssiggas- und 45,3 Prozent bei Erdgasantrieb im Vergleich zum Vorjahr sei aber auffällig.

Deutsche Hersteller steigerten der Statistik zufolge ihren Marktanteil in den ersten sieben Monaten des Jahres auf 66,4 Prozent. Besonders zulegen konnten Smart mit 32,7 Prozent, BMW mit 7 Prozent, VW mit 5,9 Prozent sowie Mercedes mit 4,7 Prozent. Verlierer unter den inländischen Marken waren Porsche mit minus 3,5 Prozent und Opel mit minus 0,5 Prozent. Bei den Importautos verzeichnete Dahaitsu ein Plus von 39,1 Prozent, Nissan 30,8 Prozent und Lancia 30,4 Prozent. Größter Verlierer war Alpha Romeo mit minus 49,6 Prozent. Aber auch im deutschen Markt stärker vertretene Marken mussten Einbußen hinnehmen: Mitsubishi um 20,1 Prozent, Toyota um 19,7 Prozent und Volvo um 17,9 Prozent.

Weniger Bestellungen

Nach Einschätzung des VDA zeigt die Wachstumskurve für die nähere Zukunft nach unten. So sei die Zahl der inländischen Bestellungen im Juli um 5 Prozent gesunken, was die Verunsicherung der Käufer anzeige, berichtete der VDA. Neben den eingetrübten Konjunkturaussichten stellten auch die hohen Kraftstoffpreise eine erhebliche Belastung für den deutschen Markt dar.

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) wies darauf hin, dass die Zulassungszahlen nach dem Einbruch von 2007 noch immer 20 Prozent unter den Werten von 2006 lägen. Der Verband vermisst staatliche Anreize für den Umstieg auf abgasärmere Fahrzeuge.






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