
06. August 2008
Gewinneinbruch von 29 Prozent bei Bankkonzern HSBC
London - Der größte europäische Bankkonzern HSBC hat in der Folge der US-Hypothekenkrise den heftigsten Gewinneinbruch seit 2001 erlitten. Wie HSBC in London mitteilte, sank der Gewinn im ersten Halbjahr 2008 um 29 Prozent auf 7,72 Milliarden Dollar (4,95 Milliarden Euro). «In der ersten Hälfte des Jahres 2008 präsentierten sich die Finanzmärkte so problematisch wie seit Jahrzehnten nicht mehr», sagte HSBC-Chef Stephen Green. Die Profitabilität sei in fast der gesamten Finanzindustrie signifikant gesunken. «HSBC war gegen den Aufruhr nicht immun.»
Abschreibungen auf faule Hypothekenpapiere und Vorsorge für Kreditrisiken wuchsen im ersten Halbjahr 2008 um 58 Prozent auf rund 10 Milliarden Dollar, wie die Bank weiter mitteilte. Die größten Verluste erlitt HSBC im US-Geschäft, das etwa ein Viertel des Umsatzes ausmacht. HSBC wies für den nordamerikanischen Markt einen Halbjahresverlust von 2,9 Milliarden Dollar (1,86 Milliarden Euro) aus. In den ersten sechs Monaten 2007 erzielte die Bank dort noch 2,4 Milliarden Dollar Gewinn.

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