Die Bundesregierung will die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) mit 15 Millionen Euro unterstützen. Damit soll die geplante Umwandlung der ZVS in eine «Service-Agentur» für Studieninteressierte und Hochschulen vorangetrieben werden. «Eine klare Übersicht über Studienplatzangebote sowie Zulassungsverfahren ist notwendig», sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) dem «Spiegel».
Schavan bot den Ländern an, fünf Millionen Euro für das Jahr 2009 und jeweils 2,5 Millionen Euro für die vier folgenden Jahre zu spendieren. Eine Entscheidung falle auf dem Bildungsgipfel, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für Oktober nach Dresden geladen hat. Mit der Anschubfinanzierung sollen die Hochschulen dazu ermuntert werden, ab dem Wintersemester 2009/2010 die neue ZVS-Dienstleistung zu nutzen.
«Damit könnten wir den Hochschulen unseren Service zumindest im ersten Jahr kostenlos anbieten», sagt ZVS-Direktor Ulf Bade. Während derzeit meistens die Hochschulen für die Auswahl ihrer Studenten zuständig sind, dürfte künftig die ZVS wieder eine stärkere Rolle spielen. Sie soll in einer «Stiftung für Hochschulzulassung» aufgehen und die Auswahl der Hochschulen koordinieren. Studieninteressenten müssten sich dann nur einmal bewerben und nicht wie gegenwärtig in vielen Fächern an jeder Hochschule gesondert. Dieses Zentralsystem wird aber nur dann optimal funktionieren, wenn alle Hochschulen sich daran beteiligen.
