06. August 2008
Verlässlichkeit als inneres Bedürfnis
Jena - Verlässlichkeit ist vielen Menschen ein inneres Bedürfnis. Darauf deutet eine Studie des Max-Planck-Instituts für Ökonomik in Jena hin. Die Wissenschaftler gingen in einem komplizierten Rollenspiel der Frage nach, warum Menschen Versprechen selbst dann halten, wenn ihnen dies Nachteile bringt. Manche Forscher glauben, dass Personen danach streben, die aus Absprachen resultierenden Verpflichtungen mit ihrem Verhalten in Übereinstimmung zu bringen. Andere Wissenschaftler vermuten dagegen, dass man die Erwartungen anderer nicht enttäuschen möchte. Die Jenaer Experten fanden nun heraus, dass es den Menschen weniger darum geht, die Erwartungen Anderer zu erfüllen: «Es ist offenbar so, dass Menschen per se die Übereinstimmung zwischen ihrem Verhalten und ihren Versprechen wichtig ist», sagt Studienleiter Christoph Vanberg.