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06. August 2008
Herzstiftung warnt vor häufigem Präparatewechsel


Frankfurt - Die Deutsche Herzstiftung hat die Auswirkungen der Rabattverträge zwischen Krankenkassen und Pharmaherstellern kritisiert. Es sei nicht akzeptabel, dass sich der einzelne Patient an immer neue Arzneimittel und Medikamentenverpackungen gewöhnen müsse, selbst wenn ihm der Arzt jedes Mal das gleiche Präparat mit dem gleichen Wirkstoff verschrieben habe, sagt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Hans-Jürgen Becker.

Die Rabattverträge seien ausgedacht worden mit dem Ziel, im deutschen Gesundheitswesen langfristig Ausgabe in Milliardenhöhe zu sparen. So seien die Apotheker seit April 2007 verpflichtet, ein verordnetes Arzneimittel durch ein wirkstoffgleiches auszutauschen, falls dafür ein Rabattvertrag existiere. Verträge gebe es vor allem zu sogenannten Generika-Arzneimitteln, also zu häufig verschriebenen und wesentlich billigeren Nachnahmepräparaten eines Originals, dessen Patentschutz abgelaufen sei.

Der Wechsel sei in der Regel mit einem neuen Namen des Präparats, einer neuen Verpackung und meist mit einem anderen Aussehen des Arzneimittels verbunden, erklärt Becker. Besonders dann, wenn mehrere Medikamente nebeneinander einzunehmen seien, komme es zu Verwirrungen. Auch sei das Risiko für eine falsche Medikamenteneinnahme gestiegen. Der Preiswettbewerb sei aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll, doch er dürfe nicht auf Kosten der Arzneimittelsicherheit gehen, warnt der Experte.








 
 



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