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06. August 2008
HypoVereinsbank schreibt wieder schwarze Zahlen


München - Die HypoVereinsbank (HVB) ist im zweiten Quartal deutlich besser durch die weltweite Finanzmarktkrise gekommen als noch zu Jahresbeginn. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich gegenüber den ersten drei Monaten um rund eine Milliarde Euro auf 684 Millionen Euro, wie der Konzern am Montag in München mitteilte. Im ersten Quartal hatte die Finanzmarktkrise der HVB noch einen Verlust von 318 Millionen Euro eingebracht.

Eine konkrete Prognose gab Bank-Chef Wolfgang Sprißler nicht, das Gesamtjahr werde aber «herausfordernd». Von einer nachhaltigen Stabilisierung der Finanzmärkte könne noch nicht gesprochen werden. Dies könne man auch an den Quartalszahlen der Konkurrenz ablesen. Deswegen bleibe er für das Gesamtjahr vorsichtig, sagte Sprißler. Man müsse abwarten, wie sich die Finanzmärkte entwickelten und wie sich die Krise auf die Realwirtschaft auswirke.

Vor allem Verbesserungen im Eigenhandelsgeschäft und eine verringerte Risikovorsorge hätten der HVB die Verbesserung um rund eine Milliarde ermöglicht, erklärte Sprißler. Im zweiten Quartal habe es praktisch keine Belastungen mehr aus ABS-Geschäften gegeben. Die Erholung sei vor allem im April und Mai abgelaufen. Im Juni sei es aber schwieriger gewesen. Die Entwicklung zeige, dass die Finanzmarktkrise noch nicht vorbei sei, sagte Finanzvorstand Rolf Friedhofen. Das ausgewogene Geschäftsmodell der HVB habe sich in den schwierigen Zeiten als vorteilhaft erwiesen, betonte Sprißler.

Im ersten Halbjahr machte die HVB einen Vorsteuergewinn von 366 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum macht dieser sich aber sehr bescheiden aus. In der ersten Hälfte 2007 konnte die HVB noch mehr als zwei Milliarden Euro verdienen. Dieser Zeitraum sei aber auch exorbitant gut gewesen, sagte Sprißler. Das erste Halbjahr 2008 sei für die Bankenbranche dagegen das schwierigste sei vielen Jahren gewesen. Auch die HypoVereinsbank habe durchaus ihr Päckchen zu tragen gehabt.

Zum geplanten Stellenabbau wollte Sprißler keine neuen Details nennen. Er bekräftigte aber seine alte Aussage, dass ausdrücklich nicht dementiert werde, dass zwischen 2.000 und 2.500 Jobs in Frage stünden. Konkretes werde im Herbst berichtet.








 
 



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