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06. Juli 2008

Friedlicher Protest gegen Atommülllager Asse



Remlingen - Etwa 700 Anwohner aus der Nähe des Atommülllagers Asse in Niedersachsen haben am Wochenende gegen die geplante Flutung des ehemaligen Salzbergwerks demonstriert. Mit Transparenten wie «Stoppt die Flutung des Atommülls jetzt» zogen die Gegner des ehemaligen Versuchsendlagers am Samstag von Remlingen im Kreis Wolfenbüttel zu der Schachtanlage auf dem nahen Höhenzug Asse.

Auf einer Kundgebung verlangte der Koordinationskreis Asse, den Plan zur Füllung des Bergwerks mit Salzlauge aufzugeben und die einsturzgefährdete Grube durch Baumaßnahmen zu stabilisieren. Auch eine komplette Rückholung der 126.000 Atommüllfässer, die bis 1978 in dem Bergwerk eingelagert worden seien, müsse man prüfen, sagte Peter Dickel vom Koordinationskreis.

Auf der Kundgebung kamen auch Vertreter aller fünf im niedersächsischen Landtag vertretenen Fraktionen zu Wort. Auch sie sprachen sich dafür aus, alle Möglichkeiten zur Sicherung der Anlage zu untersuchen. Der Betreiber der Schachtanlage, das Helmholtz-Zentrum, will das einsturzgefährdete Bergwerk durch das Einleiten gesättigter Magnesiumchloridlauge sichern.

Polizei und Veranstalter sprachen gleichlautend von 700 Demonstranten. Zu Zwischenfällen kam es nicht.




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