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06. Mai 2007
Polizei trennt Streithähne in Clan-Auseinandersetzungen
Essen - Massenschlägereien mit familiärem Hintergrund haben am Wochenende Großaufgebote der Polizei in Essen und Duisburg beschäftigt. Mehrere Menschen wurden verletzt. Wäre die Polizei in beiden Fällen nicht so massiv eingeschritten, hätte es nach Einschätzung der Behörden weit mehr Verletzte und sogar Tote geben können. Grund für die Auseinandersetzungen waren jeweils Meinungsverschiedenheiten zwischen Familienclans.
In Essen kam es in und vor einem Internetcafé zu Handgreiflichkeiten zerstrittener Mitglieder eines libanesischen Familienverbandes, in die bis zu 40 Personen verstrickt waren. Dabei kamen auch Messer und Schwerter zum Einsatz, wobei vier Menschen laut Polizeibericht «nicht unerheblich, aber nicht lebensgefährlich» verletzt wurden. Das Inventar des Internetcafés ging weitgehend zu Bruch. Laut Polizei sind die verschiedenen Clans einer Großfamilie schon seit längerem verfeindet und wollten am Samstagnachmittag über einen Friedensschluss verhandeln. Als dies nicht gelang, kam es zu der Schlägerei. Die Messerstecher und Schwertschwinger flohen und konnten nicht gefasst werden.
Weniger blutig, deshalb aber nicht weniger turbulent ging es am Samstagabend in Duisburg zu. Bis zu 150 Angehörige einer libanesischen und einer türkischen Familie gerieten in Rage, weil zwei junge Libanesen sich nicht aus einem von Türken geleiteten Call-Shop vertreiben lassen wollten. Beide zahlenmäßig ständig anwachsenden Gruppen wurden nach Angaben eines Polizeisprecher immer aggressiver und gewaltbereiter und waren zum Teil mit Baseball-Schlägern und Messern ausgerüstet.
«Nur durch einen massiven Einsatz von Polizeikräften gelang es, eine Massenschlägerei zu unterbinden und die Gruppen getrennt zu halten», heißt es im Polizeibericht. Bei Versuchen von Beteiligten, festgenommene Clanmitglieder zu befreien, wurden mehrere Beamte leicht verletzt. Mit dem Einsatz von Pfefferspray und Diensthunden konnten die Auseinandersetzungen schließlich beendet werden. Ein Randalierer erlitt einen Hundebiss ins Bein.

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