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Dienstag, der 5. Dezember 2006
SAR-Werte bei Prepaid-Handys deutlich zu hoch





Brühl - Bei Kindern steht zu Weihnachten neben Spielekonsolen und MP3-Playern weiterhin ein Handy weit oben auf dem Wunschzettel. Viele Eltern orientieren sich bislang bei der Auswahl an Marke und Preis, doch lassen sie den gerade bei Kindern wichtigen SAR-Wert außer Acht. Das Mobilfunk-Magazin inside-handy hat die aktuellen Prepaid-Handys der Netzbetreiber unter die Lupe genommen und eine Auswahl Kinder-geeigneter Mobiltelefone zusammengestellt. Dabei fiel auf, dass viele Handys nur sehr bedingt als Weihnachtsgeschenk geeignet sind: Von insgesamt 32 Handys sind nur zehn Modelle für Kinder zu empfehlen.

Die geringe Menge der übrig gebliebenen Handys verwunderte sogar die Tester. “Es ist erstaunlich, dass gerade im Einsteigerbereich, der preislich auf Kinder abzielt, Geräte mit einem SAR-Wert von mehr als 1,0 W/kg verkauft werden", wundert sich Mobilfunkexperte Hendrik Hartz. “Viele Eltern sind sich dieser Werte gar nicht bewusst. Hier besteht auch Aufklärungspflicht seitens des Handels.“

Grund für das Ausscheiden vieler Mobiltelefone: Sie hatten einen deutlich höheren SAR-Wert als vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfohlen. Der SAR-Wert gibt an, wie stark die Absorption des elektromagnetische Feldes ist, das durch ein Handy entsteht. Das BfS empfiehlt einen Wert von 0,6 W/kg oder weniger, was unter anderem ein Handy auch zum Tragen des Umweltzeichens „Blauer Engel“ qualifiziert.

“Der derzeitige wissenschaftliche Stand zeigt keine Gefährdung eines Menschen durch ein Mobiltelefon. Fakt ist aber auch, dass Kinder Umwelteinflüsse empfindlicher wahrnehmen als Erwachsene. Das belegen auch verschiedene Studien zu Kindern und Handys. Wer also auf die Gesundheit seines Kindes achtet, der kann das auch vorbeugend beim Handy tun. Auswahl gibt es ja immer noch genug", so Hartz.



Donnerstag, 28. August 2008







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