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05. Oktober 2008
Über 30 Tote bei Kämpfen in Indien


Gauhati - Die Kämpfe zwischen verfeindeten Bevölkerungsgruppen im Nordosten Indiens sind eskaliert. Die Polizei ging in einem Dorf im Unionsstaat Assam mit Waffengewalt gegen einen Mob vor, der Hütten in Brand setzte. 14 Menschen wurden dabei getötet. Damit stieg die Zahl der Toten seit Freitag auf über 30. Die Behörden haben ein Ausgehverbot verhängt.

Die jüngste Welle der Gewalt hatte am Freitag begonnen, als eine Gruppe von Jugendlichen, die der ethnischen Gruppe der Bodo angehören, nach eigenen Angaben von muslimischen Zuwanderern angegriffen wurde. Die beiden Gruppen gingen nach Behördenangaben mit Speeren, Pfeil und Bogen aufeinander los. Mittlerweile sind rund 25.000 Dorfbewohner aus ihren Häusern geflohen.

Kämpfe zwischen Bodo und muslimischen Migranten gibt es bereits seit den 90er Jahren. Hintergrund sind meist Streitereien über Grund und Boden. Mehr als 300 Menschen verloren bei den Kämpfen ihr Leben, schätzungsweise 300.000 weitere wurden vertrieben. Fast 100.000 leben in Notunterkünften in Flüchtlingslagern.








 
 



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