Die saarländische Landeshauptstadt ist möglicherweise ins Visier von Terroristen geraten. Bei der Festnahme des Islamisten Omid S. Mitte September in Frankfurt am Main sei ein Stadtplan von Saarbrücken mit mehreren angestrichenen Orten gefunden worden, darunter das Rathaus und das Staatstheater, schreibt das Nachrichtenmagazin «Focus». Spezialisten des Bundeskriminalamtes stuften die Markierungen als mögliche Anschlagsziele ein.
An den markierten Stellen sei der Objektschutz massiv erhöht worden. Das saarländische Landeskriminalamt habe erklärt, Hinweise auf konkrete Anschlagspläne gebe es jedoch nicht, schreibt das Magazin. Die Bundesanwaltschaft wollte sich zu dem Bericht unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht äußern.
Omid S. war mit dem Islamisten Hüseyin Ö. verhaftet worden. Beide zählen zum militanten Kreis um die «Sauerländer» Terror-Gruppe, die in Deutschland Autobomben zünden wollte. Die Bundesanwaltschaft bestätigte auf AP-Anfrage, dass Hüseyin Ö. nach einer umfassenden Aussage vor einigen Tagen unter Auflagen wieder freigekommen sei.
Laut «Focus» gestand er im Verhör, in den «Heiligen Krieg» ziehen zu wollen. Anschläge in Deutschland habe er aber nicht geplant. Ihm drohe in Kürze eine Anklage wegen der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung.
