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05. September 2008
Warnung vor bleihaltiger Erde in alten Industrieregionen


Frankfurt - Staub in der Nähe großer Straßen und alter Industrieanlagen kann ähnlich gesundheitsschädlich sein wie mit Blei belastetes Spielzeug. «Vor allem kleine Kinder, die im näheren Umkreis spielen und Erde in den Mund nehmen oder verunreinigtem Staub ausgesetzt sind, könnten dadurch Blei aufnehmen», warnt Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

Werde das Schwermetall regelmäßig in geringen Mengen aufgenommen, könne es die Nerven schädigen und die Blutbildung hemmen. Bei Ungeborenen, Säuglingen und Kleinkindern könne die Intelligenzentwicklung beeinträchtigt werden. Sie seien besonders empfindlich, da das Nervensystem noch nicht voll entwickelt sei, betont die Ärztin.

Infolge der Umstellung auf bleifreies Benzin ist die Hauptquelle der Freisetzung des gesundheitsschädlichen Stoffs in Deutschland gesunken. Böden gelten nach Angaben des Berufsverbandes jedoch als Langzeitspeicher. Dort wird Blei in chemischen Komplexen fest eingelagert und angereichert. Laut einer US-Studie sind in der Nähe großer Straßen und in Industrieregionen die Blei-Konzentrationen in der Erde bis zu zehn Mal höher als im Landesdurchschnitt. Über Staub an Pflanzen oder Innereien von Tieren, die solche Pflanzen fressen, sowie über alte Trinkwasserleitungen kann der Mensch auch mit der Nahrung Blei aufnehmen.








 
 



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