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05. September 2008
Tillich verlangt vom Bund mehr Geld für Bildung


Dresden - Im Vorfeld des Bildungsgipfels in Dresden hat der sächsische Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) ein stärkeres finanzielles Engagement der Bundesregierung angemahnt. «Die Belastbarkeit der Länderhaushalte ist an einem Punkt angelangt, wo man mit dem Bund diskutieren muss», sagte Tillich am Freitag in Dresden bei der Vorlage eines Thesenpapiers. Ohne zusätzliches Geld seien notwendige Verbesserungen etwa bei der Sprachförderung oder der frühkindlichen Erziehung kurzfristig nicht zu erreichen.

Inhaltlich solle der Bund aber Zurückhaltung üben: «Natürlich geht es aus Ländersicht nicht an, dass der Bund Vorschriften macht, wie wir unsere Bildungspolitik zu organisieren haben. Das können die Länder selbst sehr gut erledigen, wie Sachsen bewiesen hat.» Vom Bildungsgipfel, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 22. Oktober die Ministerpräsidenten eingeladen hat, erwartet Gastgeber Sachsen «greifbare Fortschritte und konkrete Vereinbarungen».

Tillich sagte, es müsse in Dresden klar geregelt werden, wer wofür zuständig sei und wer wofür zahle. Er verwies darauf, dass die Länder heute bereits 90 Prozent der Kosten für Bildung trügen.

Deutlich verlangt der Regierungschef in seinem Papier mit dem Titel «Ein Bündnis für Bildung» eine größere Unterstützung von Unternehmen. «Es hilft niemandem weiter, über fehlende Ausbildungsreife zu klagen und gleichzeitig die Hände in den Schoß zu legen.» Die Zeiten, «in denen Unternehmer aus ideologischen Gründen vor der Schultür bleiben mussten», seien vorbei. Schüler sollten schon vor dem Berufseinstieg praktische Erfahrungen sammeln können.








 
 



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