
05. September 2008
Ute Vogt gegen schnelle Kür des Kanzlerkandidaten
Stuttgart - Die SPD-Spitze sollte sich nach Ansicht der baden-württembergischen Landesvorsitzenden Ute Vogt mit der Kür des Kanzlerkandidaten mehr Zeit lassen. Den «Stuttgarter Nachrichten» sagte sie: «Ich sehe für die Kür des Kanzlerkandidaten im Moment keinen Anlass.» Vogt riet auch davon ab, diesen Schritt in «so einem kleinen Kreis» wie einer Klausursitzung vorzunehmen: «Dort kann man das zwar vorbesprechen, aber man sollte sich einen größeren Rahmen für die Kür aussuchen.»
Die SPD-Politikerin fügte hinzu, Außenminister Frank Walter Steinmeier sei «ein toller Mann», der als Kandidat durchaus in Frage komme. Das Zugriffs- und Vorschlagsrecht habe aber Parteichef Kurt Beck. Zur Diskussion um eine Rückkehr von Ex-Parteichef Franz Müntefering an die Parteispitze sagte Vogt: «Ich halte das nicht für möglich und habe auch nicht den Eindruck, dass Franz Müntefering das anstrebt.»

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