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05. September 2008
Historische Reise von Rice nach Libyen


Lissabon - US-Außenministerin Condoleezza Rice hat ihrem Besuch in Libyen eine historische Bedeutung beigemessen. Es habe viel Leid gegeben, dass Libyen der Welt zugefügt habe, aber auch die historische Entscheidung von Staatschef Muammar al Gaddafi, seine Massenvernichtungswaffen aufzugeben, sagte Rice am Freitag vor Journalisten in Lissabon, wo sie vor ihrem Flug nach Tripolis Station machte. Es ist der erste Besuch eines ranghohen US-Politikers in Libyen seit mehr als 50 Jahren.

«Libyen ist ein Land, das sich wandelt, und ich möchte vor Ort erörtern, wie sich dieser Wandel vollzieht», erklärte Rice. Sie wollte noch am Freitag mit Gaddafi zusammentreffen, den der frühere US-Präsident Ronald Reagan einmal als den «verrückten Hund des Nahen Ostens» bezeichnete.

Libyen hat sich im UN-Sicherheitsrat in jüngster Zeit mehrfach auf die Seite der USA gestellt, etwa mit Bezug auf das iranische Atomprogramm oder die Krise in der sudanesischen Krisenregion Darfur. Andererseits gibt es noch viele ungeklärte Fragen, die das bilaterale Verhältnis belasten. Dabei geht es vor allem um Entschädigungszahlungen an die Opfer von Lockerbie. Über dieser schottischen Stadt explodierte Ende 1988 eine amerikanische Passagiermaschine, an deren Bord eine Bombe deponiert war - offenbar von libyschen Geheimdienstagenten.

Das letzte Mal hat ein US-Außenminister 1953 Libyen besucht, nämlich John Foster Dulles. Der letzte ranghohe US-Politiker als Gast in Tripolis überhaupt war 1957 der damalige Vizepräsident Richard Nixon.








 
 



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