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05. Juli 2008
Polen fordert Sicherheitsgarantien für Stationierung von US-Raketen


Warschau - Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat die USA im Streit um die Stationierung von Abfangraketen wegen ungenügender Sicherheitsgarantien zu weiteren Verhandlungen aufgefordert. Das in dieser Woche unterbreitete Schlussangebot sei für Polen unbefriedigend, sagte Tusk am Freitag. Tschechien einigte sich unterdessen mit Washington auf den Bau eines Radarsystems für das geplante Raketenabwehrsystem.

Der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg erklärte in Aserbaidschan, die Vereinbarung werde am Dienstag oder Mittwoch in Prag unterzeichnet. Tusk hingegen betonte, dass die Stationierung von zehn Abfangraketen auf polnischem Territorium auch neue Unsicherheit schaffe - offenbar ein Wink in Richtung Russland, das den Plan vehement ablehnt. Nicht nur die Sicherheit der USA, sondern auch die Polens müsse sich verbessern, forderte Tusk.

Das amerikanische Angebot ist Tusk zufolge nicht ausreichend, da es nur eine temporäre Stationierung von «Patriot»-Flugabwehrraketen vorsieht. Polen fordert zu seinem Schutz eine permanente Installation des Verteidigungssystems. Tusk hatte in der Sache am Donnerstagabend 40 Minuten lang mit US-Vizepräsident Dick Cheney telefoniert.

Die russische Regierung sieht in der geplanten US-Raketenabwehr eine Bedrohung der eigenen Sicherheit. Washington zufolge richtet sich das Rüstungsprojekt gegen Raketen aus dem Iran.








 
 



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