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05. Juli 2008
EU-Russland-Abkommen soll Energiesektor einschließen


Brüssel - Die Europäische Union und Russland wollen bei den Verhandlungen zum Abschluss eines neuen Partnerschaftsabkommens auch den umstrittenen Energiesektor einbeziehen. Darauf verständigten sich die Verhandlungsführer beider Seiten am Freitag nach ersten Gesprächen in Brüssel. Die EU will Moskau mit dem neuen Abkommen vor allem zu mehr Verlässlichkeit bei Energielieferungen nach Europa verpflichten.

Brüssel fordert daher die Öffnung des russischen Marktes für europäische Investoren, Moskau wiederum will sich in Europa verstärkt im Energiesektor engagieren. Russland ist für die meisten europäischen Staaten ein entscheidender Öl- und Gaslieferant. Die nächste gemeinsame Sitzung wurde für September anberaumt, es gibt jedoch keinen konkreten Fahrplan, um das bestehende und überholte Abkommen aus dem Jahr 1997 abzulösen. Die Verhandlungen könnten insgesamt mehr als ein Jahr dauern.

Die Gespräche sollten ursprünglich schon im Herbst 2006 beginnen. Wegen eines Handelsstreits zwischen Russland und Polen legte die Regierung in Warschau jedoch ein Veto gegen die Gespräche ein, später wurden sie von Litauen blockiert. Erst Ende Mai wurde das Mandat für die Verhandlungen von allen EU-Staaten einstimmig angenommen. Das Abkommen soll das bisherige Partnerschafts- und Kooperationsabkommen aus dem Jahr 1997 ersetzen, das den politischen Dialog, Handelsfragen, Zusammenarbeit bei der Verbrechensbekämpfung, Umweltschutz sowie Kooperation in Kultur und Wissenschaft umfasst.








 
 



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