Bei einem Bombenanschlag auf ein Konzert in der weißrussischen Hauptstadt Minsk sind mehr als 50 Menschen verletzt worden. Der Sprengsatz detonierte am Freitag gegen 00.30 Uhr während einer Open-Air-Veranstaltung zum Unabhängigkeitstag Weißrusslands in der Innenstadt. Polizeisprecher Alexander Lastowski erklärte, die Ermittlungen richteten sich gegen Hooligans.
Innenminister Wladimir Naumow sagte, die Polizei habe später eine weitere Bombe gefunden, die nicht explodierte. Wie der erste Sprengsatz sei sie mit Nägeln und Schrauben gespickt gewesen. «Darauf fanden sich viele Fingerabdrücke und weitere Spuren, die uns helfen könnten, das Verbrechen aufzuklären», sagte der Minister vor Journalisten.
Nach Polizeiangaben wurden 20 Menschen verletzt in Krankenhäuser eingeliefert. Das Gesundheitsministerium gab die Zahl der Verletzten mit 50 an. Unter den Opfern waren zwei Kinder im Alter von fünf und sechs Jahren und mehrere ältere Menschen. Der Chefarzt Viktor Sirenko sagte, drei der Verletzten seien in Lebensgefahr.
Unter den Zuschauern des Open-Air-Konzerts war auch der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko. Er besuchte den Anschlagsort und forderte die Behörden auf, die Täter rasch zu finden.
