Angesichts verstopfter Autobahnen hat Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee den Einsatz von mehr Verkehrslenkungsanlagen angekündigt. Bereits heute sei gut jeder zehnte Autobahnkilometer in Deutschland mit den Anlagen ausgerüstet, erklärte der SPD-Politiker am Freitag zur Freigabe eines weiteren Abschnittes auf der A5 in Rhein-Main-Gebiet. «Diesen Anteil werden wir in den kommenden Jahren deutlich steigern.» Der Bund investiere dafür jährlich 40 Millionen Euro. Das deutsche Autobahnnetz ist 12.200 Kilometer lang.
Tiefensee nahm am Freitag einen Abschnitt mit automatischer Verkehrsbeeinflussung auf der A5 zwischen dem Frankfurter Westkreuz und dem Flughafen in Betrieb. Auf 3,7 Kilometern Länge können Autofahrer in Spitzenzeiten auch den Seitenstreifen benutzen. «Das bedeutet: weniger Staus, weniger Emissionen und mehr Sicherheit», erklärte Tiefensee.
In Hessen sind bereits auf mehr als 60 Kilometern auch die Seitenstreifen von Autobahnen befahrbar. Nach dem Willen des Landes soll der Anteil bis auf 330 Kilometer erweitert werden. Der Bereich der A5, auf der am Freitag die neue Anlage in Betrieb genommen wurde, gehört mit 150.000 Autos am Tag zu einem der meistbefahrenen in Deutschland. Das Frankfurter Kreuz wird jeden Tag sogar von 330.000 Fahrzeugen passiert. Gesteuert wird die Anlage von einer Leitzentrale in Frankfurt-Rödelheim.
