Gruppen von Ureinwohnern aus elf Ländern haben das Wirtschaftsmodell der acht wichtigsten Industriestaaten (G-8) für den globalen Klimawandel verantwortlich gemacht. Die dominante Denkweise der Wachstumsmaximierung habe auch die Explosion der Lebensmittelpreise, den Ölpreisanstieg und die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich verursacht, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung. Der G-8-Gipfel tagt von Montag bis Mittwoch auf der japanischen Insel Hokkaido.
Die Vertreter von 17 verschiedenen Ureinwohnergruppen forderten die Staats- und Regierungschefs der G-8 zum Abschluss einer viertägigen Konferenz in Japan auf, künftig umweltbewusst und nachhaltig zu wirtschaften. Der Glaube, die Natur kontrollieren und dominieren zu können, sei ein Irrtum. Die USA, Kanada und Russland wurden außerdem aufgefordert, eine 2007 beschlossene UN-Konvention zum Schutz der Rechte von Ureinwohnern anzuerkennen. Die Erklärung sollte dem japanischen Ministerpräsidenten Yasuo Fukuda überreicht werden.
