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05. Juli 2008
Bemba zu Anhörung vor Internationalem Strafgerichtshof


Den Haag - Der frühere kongolesische Milizenführer und Präsidentschaftskandidat Jean-Pierre Bemba ist am Freitag zum ersten Mal vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag erschienen. Dem 45-Jährigen werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Dabei geht es um Taten, die eine von Bemba geführte Miliz 2002 und 2003 in der Zentralafrikanischen Republik verübt hat. In der kurzen Anhörung vom Freitag bestätigte der Angeklagte lediglich seinen Namen und sein Geburtsdatum und nahm zu den Haftbedingungen Stellung.

Bemba war bei der Präsidentenwahl im Kongo 2006 zweiter hinter Joseph Kabila geworden. Zuvor hatte er mit seiner Miliz im Bürgerkrieg von 1998 bis 2002 ein großen Teil des Landes beherrscht. Nach einem Friedensvertrag wurde Bemba einer der vier Vizepräsidenten des Kongos. Im März 2007 kam es dann in der Hauptstadt Kinshasa zu Kämpfen zwischen seiner Miliz und Regierungstruppen. Gegen Bemba wurde Anklage wegen Verrats erhoben, er floh nach Portugal. Ende Mai wurde er in Belgien festgenommen.








 
 



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