Die größte Firmenübernahme in der Geschichte Kanadas im Gesamtumfang von rund 51 Milliarden US-Dollar ist perfekt: Der Telekommunikationskonzern BCE Inc. stimmte seiner Übernahme durch eine Investorengruppe unter Führung der Versicherungsgesellschaft OTPP zu.
Das Konsortium will demnach BCE für 35 Milliarden Dollar (22,3 Milliarden Euro) kaufen. Der Deal kommt nur mit Hilfe eines Milliardendarlehens zustande. Einschließlich BCE-Schulden ist die Transaktion rund 51 Milliarden Dollar wert. Die Übernahme soll bis zum 11. Dezember abgeschlossen werden.
Die Ankündigung vom Freitag beendete Spekulationen, wonach sich die Banken aus dem Deal zurückziehen könnten. Es handelt sich um den größten fremdfinanzierten Firmenkauf der Geschichte. An der Finanzierung sollen sich auch die Deutsche Bank, die Citigroup, die Royal Bank of Scotland und die Toronto-Dominion Bank beteiligen.
Das Geschäft wurde im Juni 2007 beschlossen, vor Beginn der Krise der Finanzmärkte in den USA. Die Aktionäre hatten der Transaktion im September zugestimmt. BCE hat mehr als 54.000 Mitarbeiter und verbuchte 2007 ein Betriebseinkommen von 17,8 Milliarden kanadischen Dollar (11,2 Milliarden Euro).
Das Oberste Gericht Kanadas hatte im Juni den Weg für die Übernahme freigemacht. Es wies die Entscheidung einer Vorinstanz zurück, wonach Ontario Teachers Pension Plan (OTPP) und ihre US-Partner die Interessen der Inhaber von Wertpapieren nicht ausreichend berücksichtigt hätten.
