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05. April 2008

Nazi-Werbung für Kosmetik in Südkorea



Seoul - Eine mit dem Nationalsozialismus kokettierende Werbung für Kosmetik hat einem Unternehmen in Südkorea heftige Kritik eingebracht: Das Simon-Wiesenthal-Zentrum forderte den Hersteller auf, die Anzeige zu stoppen. In der Fernsehwerbung für eine Hautlotion ist eine mit Minirock und Trenchcoat bekleidete junge Frau zu sehen, die eine Soldatenmütze in der Hand hält, auf der offenbar ein Hakenkreuz zu sehen ist. Im Hintergrund sind die Rede eines Mannes und eine jubelnde Menge zu hören.

In einer früheren Version des Spots, der auch im Internet verbreitet wurde, war zudem der Slogan enthalten: «Selbst Hitler hatte nicht den Osten und den Westen.» Dieser Bezug zur NS-Zeit beleidige die Erinnerung der Opfer des Holocausts, erklärte das in den USA ansässige Simon-Wiesenthal-Zentrum. Das südkoreanische Unternehmen betonte, der Slogan sei inzwischen geändert worden und laute «Noch niemand hatte den Osten und den Westen.» Der Satz beziehe sich auf die Wirkung der Creme, die sowohl Feuchtigkeit spende als auch beruhige, hieß es.

Die für die Anzeige verantwortliche Agentur erklärte, der Spot zeige Hitler und einen NS-Soldaten, weil beide für «Revolution» stünden und damit zur «revolutionären» Wirkung des Produkts passten. Zudem habe man deutlich machen wollen, dass die Creme sowohl im Osten als auch im Westen Erfolg haben werde - was Hitler nicht geschafft habe.




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