Ihr Standort: Home Local Hessen
 
 
 


05. Januar 2009

Vom sozialliberalen Jungdemokraten zum Freund Kochs



Frankfurt - Seine Karriere in der hessischen FDP hat Jörg-Uwe Hahn in den 70er Jahren als Mitglied der Jungdemokraten und überzeugter Sozialliberaler begonnen. Heute setzt der persönliche Freund von Ministerpräsident Roland Koch ganz auf die Bildung einer CDU/FDP-Regierung in Hessen. Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Liberalen sieht sich bereits als stellvertretender Regierungschef in der Neuauflage einer solchen Koalition nach der Landtagswahl am 18. Januar.

Zwar hat die FDP zur anstehenden Neuwahl keine ganz so enge Koalitionsaussage mehr gemacht wie vor einem Jahr und nicht mehr alle anderen Konstellationen kategorisch ausgeschlossen. Gleichwohl lehnt der 51-Jährige ein Bündnis mit der von Andrea Ypsilanti geführten SPD weiter entschieden ab. Nachdem Koch in Folge der Wahlniederlage vom 27. Januar seine harsche Rhetorik ziemlich zurückgenommen hat, geriet Hahn mit scharfen Attacken gegen die Landtagsmehrheit aus SPD, Grünen und Linkspartei immer mehr in die Rolle des eigentlichen Angreifers.

In der hessischen FDP wird seine Nähe zu Koch zwar nicht von allen als glücklich empfunden. An der Spitze von Partei und Landtagsfraktion ist Hahn aber unumstritten. Schließlich spricht der Erfolg für den studierten Juristen. Mit ihm an der Spitze verbesserten sich die Liberalen bei der letzten Landtagswahl auf 9,4 Prozent und lösten damit die Grünen wieder als drittstärkste politische Kraft in Hessen ab.

Und für die Neuwahl im kommenden Jahr kann Hahn sogar Hoffnung auf ein zweistelliges Ergebnis schöpfen. Bis zu 13 Prozent für die FDP und eine ungefährdete schwarz-gelbe Mehrheit sagen die Umfragen voraus.

Hoffnung auf Justizministerium

In dem Fall würde Hahn Kochs Stellvertreter im Amt des Ministerpräsidenten und wahrscheinlich Justizminister. Nach dem Patt im bisherigen Landtag hatte der FDP-Politiker Gespräche über eine Ampelkoalition mit SPD und Grünen strikt abgelehnt. «Unser Wort gilt», steht daher auf den Wahlplakaten der FDP für den 18. Januar.

Stattdessen hat Hahn vor der Landtagsauflösung unablässig versucht, die Grünen für eine Jamaika-Koalition mit CDU und Liberalen zu gewinnen. Inhaltlich sind aber die Differenzen zu den Grünen ziemlich groß. So lehnt Hahn, der auch Aufsichtsratsmitglied der Fraport AG ist, jede Verzögerung oder gar Abstriche beim Ausbau des Frankfurter Flughafens ab.

Für die von der FDP beharrlich geforderten weiteren Privatisierungen sieht der Spitzenkandidat wegen der Börsenkrise derzeit die Zeit nicht reif. Bei aller Unterstützung für Kochs Investitionsprogramm will er die notwendige Sanierung des Landeshaushalts aber nicht aus den Augen verlieren. Den von Hahn befürworteten Studiengebühren hat der jüngste FDP-Parteitag überraschend eine Absage erteilt. Bei den Koalitionsgesprächen mit der CDU will er aber mehr Autonomie für die hessischen Schulen durchsetzen.




Kommentare (0)  [Kommentar schreiben!] 

Kommentar zum Thema "Vom sozialliberalen Jungdemokraten zum Freund Kochs"

 
 
 
 
 
 
Sicherheitscode

Nur Kleinbuchstaben und Zahlen

 
 
 

Twitter
 
 



 

   
 
 
Kommentare
 
 
Berlinale     Eurex     Film     Finanzkrise     Frankreich     Griechenland     Großbritannien     Justiz     Kultur     Merkel     Proteste     Russland     Syrien     UN     Wahlen     Wetter     
 
  Deutscher Aktienmarkt schließt uneinheitlich

 

Newsflash: Juncker bestellte Eurogruppe für Donnerstag ein

 

Griechenland verspielt seinen Kredit

 

Erster Generalstreik seit fünf Jahren legt Israel lahm

 

Opel-Werk Bochum zittert wegen angeblicher Schließungspläne

 

  Andere News
 
 
Aus dem Netzwerk
 
Wacker Chemie: Schwache Nachfrage aus Solar- und Chipindustrie

 

Samsung will RIM nicht übernehmen - auch künftig nicht

 

Fresenius Medical Care platziert gleich drei Anleihen

 

Gewinnrückgang bei Wacker Chemie

 

E.ON will sich von Regionaltochter in Ostwestfalen-Lippe trennen

 

Börsenfusion: NYSE-CEO verliert die Hoffnung

 


 

 
Februar 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29        

 
 
Fleisch und Bier ist für viele eine schmerzhafte Angelegenheit

 

NIEDERBERGER Gruppe baut Vertrieb in der Region Rhein-Berg / Düsseldorf weiter aus

 

20 Prozent leichter als die Konkurrenz: Neue BusinessLine-Headsets von Imtradex setzen Maßstäbe beim Tragekomfort in Call Centern, Büros & Leitstellen

 

Honorarärzte bringen Kliniken Flexibilität

 

Der Wellness Kaffee: Der neue Trend in Europa

 

  Pressemitteilung veröffentlichen.
 
 
 
 
 
 
Copyright 2004-2012  by net-tribune - DGIC Group OHG | Impressum | Archiv top Top

0.7237