
04. Dezember 2008
Britische Mutter inszenierter Entführung schuldig gesprochen
London - Eine Britin, die einen Monat lang tränenreich in den Medien um die Rückkehr ihrer neunjährigen Tochter gefleht hatte, ist von einem Geschworenengericht einer inszenierten Entführung schuldig gesprochen worden. Der 33-Jährigen wird außerdem die Gefangenhaltung ihrer Tochter Shannon sowie Irreführung der Justiz zur Last gelegt, wie die Geschworenen am Donnerstag nach sechsstündigen Beratungen erklärten. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt vom Gericht festgesetzt.
Der Onkel des Stiefvaters der kleinen Shannon wurde ebenfalls schuldig gesprochen. Beide haben die Tat abgestritten und sich gegenseitig belastet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft inszenierten sie die Entführung gemeinsam, um die Belohnung zu kassieren, die für das Wiederfinden des Kindes ausgesetzt war. Sie betrug nach einem Monat 50.000 Pfund (58.000 Euro). Das Mädchen aus dem nordenglischen Dewsbury wurde am 19. Februar nach der Schule als vermisst gemeldet. Nach einem großen Polizeieinsatz wurde das Kind schließlich am 14. März in einer nahegelegenen Wohnung der Mutter gefunden. Shannon war während der 25 Tage unter Drogen gesetzt worden.

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