Erste Weltumrundung mit einem Solarauto in Posen beendete
Posen - Die erste Weltumrundung in einem mit Solarenergie betriebenen Auto hat am Donnerstag bei den Weltklimaverhandlungen in Posen geendet. Zur letzten Etappe stieg Chef der UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel (UNFCCC), Yvo de Boer, in den kleinen Zweisitzer und ließ sich zum UN-Tagungsort fahren.
«Das ist das erste Mal in der Geschichte, das ein solargetriebenes Fahrzeug um die Welt gefahren ist, ohne einen einzigen Tropfen Brennstoff zu verbrauchen», sagte Louis Palmer, ein 36-jähriger schweizerischer Lehrer, der die Reise machte. «Diese neuen Technologien sind bereit. Sie sind ökologisch und absolut zuverlässig. Wir können die Klimaerwärmung stoppen.»
Palmers Reise hatte vor 17 Monaten in Luzern begonnen. Die 52.000 Kilometer lange Fahrt führte ihn duch 38 Staaten.
«Wie ein Schweizer Uhrwerk»
Das Solarauto kann eine Geschwindigkeit von bis zu 90 Kilometern in der Stunde erreichen und mit einer vollaufgeladenen Batterie 300 Kilometer zurücklegen. Wegen Pannen habe er nur zwei Tage verloren, berichtete Palmer auf der abschließenden Pressekonferenz seiner Weltumrundung. «Dieses Auto läuft wie ein Schweizer Uhrwerk.» Er nannte es «Solartaxi», weil er bei seiner Weltreise rund 1.000 Menschen mitfahren ließ. Zu seinen prominenten Fahrgästen gehörten neben de Boer UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und der New Yorker Bürgermeister Michel Bloomberg.
Die Delegationen bei bei der Weltklimakonferenz suchen nach einem Anschlussabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll. Demnach sollten 37 Staaten ihren CO2-Emissionen fünf Prozent unter den Stand von 1990 senken. Palmer sagte, seine Weltumrundung habe gezeigt das eine 100-prozentige Reduzierung möglich sei - «und das brauchen wor in der Zukunft.»