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04. Oktober 2006

Großhändler unterstützen neue EU-Handelspolitik



Berlin - "Der deutsche Handel unterstützt nachdrücklich die neue handelspolitische Strategie der EU-Kommission. Die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Europa kann langfristig nur durch offene Märkte gestärkt werden. Durch Abschottung und Protektionismus können hingegen weder Arbeitsplätze dauerhaft gerettet noch gar neue geschaffen werden". Dies erklärte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), zur heute von EU-Handelskommissar Peter Mandelson vorgestellten neuen handelspolitischen Strategie.

"Der multilaterale Ansatz im Rahmen der WTO hat für den deutschen Handel oberste Priorität. Bilaterale Freihandelsabkommen mit ausgewählten Schlüsselmärkten können einen logischen Zwischenschritt zu einem allgemeinen Liberalisierungsansatz darstellen", so Börner. Keine zusätzlichen Impulse erwartet der BGA hingegen von einer transatlantischen Freihandelszone. Diese ist im Zollbereich für Industrieprodukte weitgehend schon Realität, verbleibende Verbesserungspotentiale liegen im nichttarifären Bereich sowie der unterschiedlichen Rechts- und Steuerpraktiken und dem Agrarbereich.

Die USA sind schon heute Deutschlands wichtigster überseeischer Handelspartner, weit über 90 Prozent des transatlantischen Handels verlaufen bereits heute störungsfrei. "Ein neuer Umgang mit dem Handelspartner China tut not. Verletzungen des geistigen Eigentums sind kein Kavaliersdelikt. Diese Linie muss die EU offensiv gegenüber der VR China vertreten, ebenso aber den zunehmenden Rufen nach Protektionismus eine klare Absage erteilen", so der BGA-Präsident.

"Hohe Wettbewerbsfähigkeit und freier Zugang zu Märkten sind zwei Seiten derselben Medaille. Für mehr Wachstum und Beschäftigung in  Europa brauchen wir einen besseren Marktzugang für unsere Exporte und nicht etwa eine Abschottung gegenüber den aufstrebenden Volkswirtschaften insbesondere Asiens. Indem wir unsere kreativen Unternehmer in die Lage versetzen, weltweit unternehmerische Freiräume zu nutzen, profitieren wir von den positiven Globalisierungseffekten", so Börner abschließend.


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