Schlechte Konjunkturdaten haben am Donnerstag in New York und Frankfurt die wichtigsten Börsenbarometer um fast drei Prozent abstürzen lassen. Die Sorgen über einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA und eine sich wegen hoher Energiepreise abzeichnende Kaufzurückhaltung der Verbraucher ließen den Dow Jones Index bis zum Mittag um 2,78 Prozent (320,38 Punkte) auf 11.212, 50 zurückgehen. Die Dimension des Abwärtstrends hatte in Frankfurt der Deutsche Aktienindex DAX mit einem Rückgang um 2,91 Prozent vorgegeben.
Der DAX stürzte damit von deutlich über 6.400 Zählern unter die Marke von 6.300 Punkten ab. Der Index der 30 wichtigsten Industriewerte schloss bei 6.279,57 Punkten. Der MDAX verlor 3,2 Prozent auf 8.281,32 Zähler, der TecDAX gab 3,01 Prozent auf 794,35 Punkte nach.
Größte Verlierer im DAX waren Infineon mit über 5 Prozent vor TUI und MAN mit fast 5 Prozent. Einziger Wert im Plus war Continental, wenn auch nur unter 0,1 Prozent.
Der Nikkei-Index in Tokio schloss mit einem Verlust von 1,04 Prozent bei 12.557,66 Zählern, dem niedrigsten Stand seit dem 24. März.
Der Euro zog wieder etwas an. Sein Referenzkurs wurde mit 1,4488 Dollar festgestellt, nach 1,4441 Dollar am Mittwoch. Im weiteren Verlauf sackte der Euro aber deutlich ab und notierte am späten Nachmittag zeitweise bei nur noch 1.4362 Dollar.
An der Wall Street rechnen Analysten mit weiteren Verlusten am Freitag, wenn das Washingtoner Arbeitsministerium die neuen Arbeitslosenzahlen bekanntgibt. «Alle machen sich Sorgen wegen der Zahl, die am Freitag kommt, sagte ein Händler in New York, Dave Rovelli. «Das ist ein perfekter Sturm.»
