Ungeachtet der Ermittlungen des Bundeskartellamts gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) ist die Austragung von Länderspielen und Spielen zum DFB-Pokal bis Ende 2008 gesichert. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen dem Bundeskartellamt und DFB-Vertretern, wie beide Seiten am Donnerstag mitteilten.
Der DFB hatte Rechtsunsicherheiten nach der Hausdurchsuchung seiner Zentrale im Februar und dem danach eingeleiteten Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen angeblicher Wettbewerbsabsprachen mit der DFL im Marketingbereich gesehen. Die Behörde hat den Verdacht, dass DFB und DFL versucht haben, den Wettbewerb zwischen dem DFB und den Bundesligavereinen um Sponsorengelder mit Absprachen auszuschalten. Sollte sich der Verdacht erhärten, drohen den Beteiligten hohe Bußgelder.
Auf eine konkrete Anfrage des DFB hatte das Bundeskartellamt bereits Anfang April schriftlich mitgeteilt, dass es keinerlei Bedenken gegen die Durchführung des DFB-Pokalfinales am 19. April in Berlin sowie der beiden Länderspiele gegen Weißrussland in Kaiserslautern am 27. Mai und gegen Serbien in Gelsenkirchen am 31. Mai 2008 habe.
In dem Gespräch am (gestrigen) Mittwoch wurde nun erklärt, dass dem DFB keine kartellrechtlichen Nachteile aus der geplanten Durchführung von Länderspielen und des DFB-Pokal-Wettbewerbs bis Ende 2008 entstehen, wie beide Seiten mitteilten. Ein entsprechendes Schreiben wurde inzwischen nachgereicht.
